Jeder VW LT Fahrer kennt den Kampf um jedes Kilo Zuladung. Und jeder Camper kennt die Angst, dass morgens der Kühlschrank warm und das Bier lauwarm ist, weil die alte Batterie in die Knie gegangen ist.
Jahrelang waren wir mit klassischen Blei-Säure- oder AGM-Batterien unterwegs. Doch die Technik hat sich weiterentwickelt. Wir haben uns entschieden, das schwere „Bleigrab“ unter der Sitzbank rauszuschmeißen und gegen moderne LiFePO4-Technik zu tauschen. Unsere Wahl fiel auf die ECO-WORTHY LiFePO4 100Ah mit Bluetooth. Warum das für uns der „Gamechanger“ war und wie sich das System im Alltag schlägt, erfahrt ihr hier.
Das Problem mit der alten Technik
Eine klassische 100Ah Blei-Batterie hat zwei massive Nachteile:
- Das Gewicht: Sie wiegt gut und gerne 25 bis 30 Kilogramm.
- Die nutzbare Kapazität: Man sollte sie nie tiefer als 50% entladen, um sie nicht zu beschädigen. Das heißt: Von den gekauften 100Ah stehen dir effektiv nur 50Ah zur Verfügung.
Die Lösung: Lithium (LiFePO4)
Der Wechsel auf Lithium löst beide Probleme auf einen Schlag. Die neue ECO-WORTHY 100Ah wiegt nur einen Bruchteil der alten Batterie (ca. 10–11 kg). Wir sparen also sofort fast 20 kg Gewicht ein – Gold wert im VW LT Florida!
Noch wichtiger ist aber die Entladetiefe: Eine LiFePO4-Batterie kann man problemlos bis zu 90% oder 95% entladen, ohne dass sie Schaden nimmt.
- Alte Batterie: 100Ah gekauft -> 50Ah nutzbar.
- Neue Lithium: 100Ah gekauft -> ca. 95Ah nutzbar.
Wir haben also bei weniger Gewicht fast die doppelte Strommenge an Bord.
Unser Setup: ECO-WORTHY 100Ah mit Bluetooth
Wir haben uns bewusst für ein Modell mit integriertem Bluetooth entschieden. Genau wie bei unserem Victron-Solarregler wollen wir wissen, was in der „Blackbox“ passiert. Über die App können wir jederzeit den Ladezustand (SoC), die Spannung und die Temperatur der Zellen überwachen. Das integrierte BMS (Batterie-Management-System) schützt den Akku dabei vor Tiefentladung oder Überhitzung.
Der Praxis-Test: Autark stehen bei schlechtem Wetter
Die nackten Zahlen sind das eine, aber wie fühlt sich das im Urlaub an? Wir betreiben im LT folgende Verbraucher:
- Kompressor-Kühlschrank (läuft 24/7)
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LED-Licht am Abend
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Laden von Handys, Kameras und Tablets
Das Ergebnis: Früher mussten wir bei schlechtem Wetter (ohne Solar-Ertrag) oft nach einem Tag nervös auf die Voltanzeige schauen. Mit dem Lithium-Upgrade stehen wir jetzt locker 2 bis 3 Tage komplett autark, ohne den Motor zu starten und ohne einen Sonnenstrahl. Der Kompressor-Kühlschrank surrt durch, und die Spannung bleibt stabil hoch (ein weiterer Vorteil von Lithium: die Spannung bricht nicht so früh ein wie bei Blei).
Das perfekte Team: Lithium + Booster + Solar
Wichtig für den Umbau: Eine Lithium-Batterie ist hungrig und will schnell geladen werden. Hier zeigt sich, wie wichtig das Zusammenspiel der Komponenten ist, die wir bereits vorgestellt haben:
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Der Ladebooster: Da Lithium-Batterien den Strom sehr schnell aufsaugen, würde die alte Lichtmaschine ohne Booster überhitzen oder die Batterie nie voll bekommen. Unser Ladebooster sorgt während der Fahrt für die perfekte Ladekennlinie.
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Der MPPT-Solarregler: Er hält die Batterie im Stand frisch.
Da sowohl unser Booster als auch der Solarregler auf „Lithium“ einstellbar sind, war der Tausch der Batterie „Plug & Play“. Alte raus, neue rein, Kennlinie an den Geräten umstellen – fertig.
Fazit: Nie wieder Blei
Der Umstieg auf die ECO-WORTHY LiFePO4 war eine der besten Entscheidungen für unseren Wohnkomfort. Die Unabhängigkeit, einfach mal drei Tage im Regen stehen zu können, ohne Angst um den Strom zu haben, ist ein riesiger Gewinn an Freiheit. Und dass der Bus dabei noch leichter geworden ist, freut den alten Dieselmotor.
Wer noch mit alten Bleibatterien kämpft: Der Wechsel lohnt sich heute mehr denn je.